Sammlung Schick

Sammlung Schick





Sammlung Schick

Hrsg. v. Bettina Beckert und Margrit Brehm mit Texten von Margrit Brehm, Andrea Fink, Siegfried Gohr, Marc Gundel, Axel Heil, Eva Heisse, Selima Niggl, Frank Schmidt und Manuel van der Veen sowie einem Interview der Herausgeberinnen mit Katharina und Anton Schick, erschienen im Ernest Rathenau Verlag, Karlsruhe 2022

320 Seiten, über 400 Farbabb., Text deutsch, Hardcover / Leinenbezug, 320 × 200 × 38 mm, 1966 gr

ISBN 978-3-946476-11-5

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Es war ein lange gehegter Wunsch von Anton und Katharina Schick, Einblicke in ihre Sammlung für Interessierte zu ermöglichen und die einzelnen Werk­gruppen durch renommierte Autorinnen und Autoren vorstellen zu lassen. Der nun vorliegende Band erzählt nicht nur die Geschichte der Sammlung in Form eines Interviews mit dem Sammler­paar, sondern bietet auch eine ganz persönliche „Geschichte der Kunst“ mit Schwer­punkt im 20. Jahr­hundert – von ZEN 49 und Informel über die Künstler­gruppen COBRA und SPUR bis in die Gegenwart.

Mehr Informationen:
Wenn man das Haus, in dem Katharina und Anton Schick seit 1997 leben, zum ersten Mal betritt, spürt man unmittelbar, dass hier nicht nur Kunst­werke gesammelt werden, sondern Kunst im umfassenden Sinn Teil des Lebens ist. Schon am Eingang hängen mehrere Werke des Expressionisten Josef Eberz, dann fällt der Blick auf ein humor­volles Gemälde des amerikanischen Surrealisten­freundes William Copley, und ist man im Wohn­zimmer angekommen, weiß man nicht, ob man seine Auf­merksam­keit zuerst den Skulpturen im Garten und der freien Aussicht auf Bad Kissingen schenken soll, die ein großes Panorama­fenster eröffnet, oder dem den Raum bestimmenden Groß­format von Walter Stöhrer. Wohin der Blick auch schweift, überall hängen oder stehen Kunst­werke aus den unter­schied­lichsten Zeiten und von den ver­schiedensten Orten. Die Sammlung Schick hat viele Facetten, verbindet Kontinente und Stil­richtungen, „high and low“ und hat sich wie jede „echte Sammlung“ über Jahre ent­wickelt. Hier finden sich naiv gemalte Hinter­glas­bilder, Volks­kunst, die sich aus dem Glauben speist, ebenso wie Werke der Münchner Gruppe SPUR, die vom revolu­tionären Geist der 1960er Jahre getragen sind. Leicht­händige Keramiken von Pablo Picasso ebenso wie Kinder­spiel­zeug aus dem 19. Jahr­hundert, Grab­wächter­figuren aus Bali ebenso wie ein realistisch auf­gefasstes Enten­paar aus Bronze von August Gaul. Resultiert die Viel­falt des Gesammelten einer­seits aus der über 40-jährigen Sammlungs­geschichte, so spiegelt sich in ihr anderer­seits aber auch die individuelle und souveräne Entscheidung, die für Katharina und Anton Schick bei dem Erwerb jedes neuen Stücks an erster Stelle steht. Es gibt keinen einmal fest­gelegten und dann dogmatisch verfolgten Plan – ganz im Gegen­teil. Entscheidend ist und war stets das einzelne Werk, die Faszina­tion, die es ausübt und der Wunsch genau dieses Bild oder diese Skulptur zum Teil des eigenen Lebens zu machen.